Aller Anfang…vom antiken Fachwerkhaus zum Hausbauvertrag mit der Fuhrberger Zimmerei

Im Verlauf des Jahres 2020 wird uns nach mehreren aus ganz unterschiedlichen Gründen gescheiterten Hauskauf-Projekten klar: Vielleicht sollten wir doch nach einem Grundstück schauen und einen Neubau in Erwägung ziehen. Denn erst im Verlauf der diversen Projektanläufe ist uns bewusst geworden, dass uns ein Neubau entscheidende Vorteile bietet:

  • Flexible Planungsmöglichkeiten (Ort, Zeit und Raumgestaltung)
  • Gestaltung nach eigenen Wünschen und Vorstellungen
  • Kreativer Entwicklungsprozess statt Gestalten in einem festgesetzten Rahmen
  • Ein neues Haus mit neuer Bausubstanz – unser eigenes Werk

Aber eine ganz entscheidende Grundlage fehlt uns noch: Ein passendes Grundstück.

Was machen? Den Flächennutzungsplan des Landkreises Göttingen kennen wir irgendwann auswendig. Es gibt schlicht und ergreifend keine größeren Grundstücke mehr, nur wenige Baulücken – und schon gar kein passendes Grundstück für ein Haus, wie wir es uns vorstellen.

Endlich: Ein Grundstück!

Erst nach einiger Zeit fällt uns Anfang August und noch im Italien-Urlaub eine unscheinbare Online-Anzeige ins Auge. Ein großes Grundstück, in einem gewachsenen, alten und schönen Fachwerkdorf bei Göttingen gelegen soll verkauft werden. Wir sind sofort interessiert, fahren gleich nach Rückkehr zu einer Besichtigung – und tatsächlich: Das Grundstück entspricht genau unseren Wünschen und Vorstellungen.

Ein Bach fließt vor dem Grundstück entlang, Pferdeweiden säumen einen grünen Feldweg – und ein Waldfreibad ist in Sichtweite. Das klingt ideal für eine kleine Familie und ein mit natürlichen Materialien gebautes Haus.

Was bauen? Vom mittelalterlichen Fachwerkhaus zum Holzträgerhaus zum neuen Fachwerkhaus

Ein mittelalterliches Fachwerkhaus neu aufbauen?!

Von einer befreundeten Architektin, mit der wir gemeinsam unsere Planungen konkretisieren und weiterentwickeln, erhalten wir einen interessanten Denkanstoß: Warum nicht ein mittelalterliches Fachwerkhaus aus dem Jahr 1650, abgebaut vor einigen Jahren im nahen Eichsfeld, wieder aufbauen und an unsere Planungen anpassen? Die erste Idee klingt toll und begeistert uns – so rückt auf jeden Fall ein Fachwerkhaus erstmals in den Fokus unserer Überlegungen.

Letztlich rücken wir aber doch wieder von den Planungen ab. Zu hoch erscheinen uns Kosten-Nutzen-Verhältnis und letztlich auch die Festlegung auf einen Grundriss, der zwar mittelalterlichen, nicht aber heutigen Wohnvorstellungen entspricht. Aber eine tolle Idee ist es und wir behalten sie im Hinterkopf.

Vielleicht doch lieber ganz einfach, kostengünstig und flexibel? Ein Holzrahmenhaus

In der Folge planen wir zunächst, ein Holzträgerhaus zu bauen, das wir mit Holzmaterialien, Glas und Steinen in die Umgebung des Dorfes einfügen wollen. Wir sind ja schon länger an Fachwerk interessiert, hatten auch schon unterschiedlichste Fachwerkhaus-Unternehmen recherchiert und genauer angesehen, aber es erscheint uns doch sehr aufwändig und für unsere Vorstellungen vielleicht auch etwas zu rustikal.

Vor allem die Vorteile der Holzrahmenbauweise erscheinen uns überzeugend. Denn diese Bauweise erlaubt eine weitestgehende Vorfertigung der Bauteile, wodurch sich die Bauzeiten auf der Baustelle enorm verkürzen – für uns mit kleinen Kindern und vollen Arbeitsstellen ein echtes Thema.

Der Holzrahmenbau setzt sich seit einigen Jahren auch in Deutschland zunehmend gegenüber dem mineralischen Massivbau durch. In den skandinavischen Ländern und auf dem amerikanischen Kontinent ist er schon lange die Bauweise der Wahl:

  • kürzere Bauzeit
  • Vorfertigung (weniger Fehler auf der Baustelle, kurzfristig regendicht)
  • dünnere Wände (Raumgewinn)
  • höhere Dämmwerte
  • trockene Baustoffe (keine Baufeuchte)
  • leichtere Baustoffe (geringere Transportenergie)
  • ökologische und recyclebare Baustoffe

Und ein Zimmerei-Unternehmen kennen wir bereits von unseren früheren Fachwerk-Recherchen: Die Fuhrberger Zimmerei. Auf der Website finden wir ein schönes Holzträgerhaus und der Plan nimmt Form an, ein solches Haus auch bauen zu wollen – viel Licht mit großen Fenstern, eine Holzverschalung, das soll es sein.

Erster Kontakt mit der Fuhrberger Zimmerei

Wir rufen einfach bei der Fuhrberger Zimmerei an – mit Christian Zeymer, einem der Geschäftsführer – ergibt sich gleich ein freundlicher Kontakt. Er nimmt sich viel Zeit für eine erste telefonische Beratung und empfiehlt uns für weitere Holzträger-Planungen andere Hausbauunternehmen aus dem Netzwerk der Fuhrberger Zimmerei. Was wir nicht wussten: Seit einigen Jahren bauen die Fuhrberger nur noch Fachwerkhäuser und haben sich auf diese Zimmereitradition spezialisiert.

Wir lassen uns nach der guten Beratung dennoch das umfassende Informationspaket von Fuhrberger zusenden. Die zahlreichen Referenzen, das natürliche Bauen, die hohe Flexibilität der Planung mit einem Fachwerkhaus beeindrucken uns, sodass wir letztlich doch noch Ende August 2020 einen ersten Kennenlerntermin für Anfang September vereinbaren – und ganz langsam die Idee eines eigenen Fachwerkhauses Form anzunehmen beginnt…

Vom ersten Beratungstermin in der Fuhrberger Zimmerei zum Kaufvertrag

Und spätestens nach dem ersten Beratungstermin sind wir auch endgültig davon überzeugt, ein Fuhrberger Fachwerkhaus bauen zu wollen. Die offene, freundliche und sehr entspannte Beratung durch Herrn Zeymer, die Besichtigung des Betriebs mit dem beeindruckenden Musterhaus und die Besprechung der möglichen Planungs- und Ausführungsschritte sprechen für sich. Hinzu kommen Empfehlungen von Architekten und Erfahrungsberichte im Internet.

Im September beginnt mit der ersten Planungsbesprechung mit dem künftigen Architekten und Herrn Zeymer der Planungsprozess – im November unterschreiben wir den Hausbauvertrag.

Die Betreuung als Bauherren können wir nur als sehr gut bezeichnen – jederzeit erreichbar, immer freundlich und stets mit einer Lösung im Blick. So erleben wir die ersten Schritte und Besuche in Fuhrberg immer als absolut positiv und gewinnbringend – und freuen uns immer auf die Besuche in der Fuhrberger-Zentrale.

Uns begleiten seit Oktober 2020 und vor Baubeginn

  • neben Herrn Zeymer (Koordination & Bauleitung) noch
  • Herr Timmrott (Baubeschreibung / Planung) – immer freundlich, sehr kompetent –,
  • Herr Wagner (Architekt) – traf unsere Vorstellungen sofort mit einer schon fast perfekten Erstplanung –,
  • Herr Kohl (Bauvorbereitung & technische Bauleitung) – super Kontakt, extrem schnelle Reaktion, tolle Zusammenarbeit auf dem Weg zur Ausführungsplanung- und
  • Herr Languth (Erdbau) aus Burgwedel – auf den Erdbau mit Herrn Languth freuen wir uns schon jetzt –,

bevor dann voraussichtlich ab Juni / Juli der Kreis der Beteiligten größer wird…

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