Woche 3: Thermo-Bodenplatte (ProEcoTec) für das Fuhrberger Fachwerkhaus

Im Rahmen der Planung mit Fuhrberger lernten wir ein neueres System für Bodenplatten kennen: Die Thermo-Bodenplatte, auch genannt „Schwedenplatte“. Besonders spannend ist es aber nun, den Bau dieser Bodenplatten-Variante selber mitzuerleben. Und da haben die Monteure von ProEcoTec aus Schleswig, die in der Regel die Bodenplatten für Fuhrberger Fachwerkhäuser erstellen, eine durchaus sportlich terminierte Planung termingerecht umgesetzt.

Für uns besonders erstaunlich: Meist dauern die Bodenplatten-Arbeiten für Neubauten mehrere Wochen, bei uns bzw. generell bei Fuhrberger Fachwerkhäusern wird mit einer Montagedauer von 5 Tagen gerechnet. Und das hat diese Woche hervorragend funktioniert, was sicherlich auch am riesigen Arbeitspensum des Montageteams rund um ProEcoTec-Teamleiter Alex lag, die bei Hitze und Regen die Arbeiten vorantreiben und genau im Zeitplan halten.


Doch zunächst ganz kurz einige Informationen zum Thema Thermo-Bodenplatte:

Der Aufbau einer Thermobodenplatte ähnelt dem konventioneller Bauweisen, mit entscheidenden Unterschieden. Wie bei einer herkömmlichen Bodenplatte fußt diese auf einer verdichteten Schicht Kies oder Schotter und einer feineren Schicht Split. Darauf folgt eine häufig lastabtragende Dämmung. Hierauf wird eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte aufgebracht.

Dann folgen bereits die Fußbodenheizungsrohre, eine Stahlbewehrung und eine häufig rund 25cm dicke Betonschicht als Abschluss. Diese Betonschicht kann nach der Aushärtung direkt mit dem gewünschten Oberbelag belegt werden. Auf einen Heizestrich kann dann verzichtet werden. Auch Abwasser- und Frischwasserleitungen können bereits in die Bodenplatte eingelassen werden. Der fertige Aufbau und das Gießen der Bodenplatte sind in diesem kurzen Clip gut zu sehen:

Gießen der Bodenplatte auf der Fuhrberger-Baustelle durch das ProEcoTec-Team am 30.07.2021

Zudem muss die Thermobodenplatte für den Beton nicht ein- und ausgeschalt werden. Dies übernimmt die umlaufende Dämmung. Dabei verbinden Nut und Feder die einzelnen Schalungselemente. Das schafft eine noch größere Stabilität und Steifigkeit des Dämm- und Schalungssystems gegenüber dem Betondruck.

Weil kein Flüssigbeton aufgebracht werden muss, entfallen außerdem Trocknungszeiten auf der Baustelle. Die Bauzeit des Hauses kann sich dadurch um mehrere Wochen reduzieren. Während ein herkömmliches Fundament erst gegossen werden und anschließend rund sechs Wochen trocknen muss, ist die Thermobodenplatte nach maximal fünf Tagen inklusive Erdarbeiten fertig.

Da durch den Flüssigbeton auch keine Nässe in den Rohbau eingebracht wird, sinkt zudem die Gefahr einer zu hohen Feuchtigkeit mit einhergehender Schimmelbildung.

Bauablauf bei ProEcoTec (ProEcoTec)

Überblicksbeitrag zu Thermo-Bodenplatten (Massivhaus.de)


Also ein wirklich interessantes System, das auch die Aufmerksamkeit mancher Passanten auf sich zieht. Denn die Verlegearbeiten sehen schon ungewöhnlich aus – die Fertigstellung geht vor allem auch ungewöhnlich schnell. Hier einige Eindrücke dieser spannenden Woche:

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